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Wohnungsmarkt für Studenten spitzt sich weiter zu

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Schon seit Jahren ist bekannt, dass es Studenten bei der Wohnungssuche sehr schwer haben. Durch die Aussetzung der Wehrpflicht und den doppelten Abiturjahrgängen ist das Gedränge auf dem Wohnungsmarkt noch dichter geworden. Auch die zurzeit sehr hohe allgemeine Immobiliennachfrage belastet den Markt zusätzlich. Dadurch hat sich die Wohnsituation für Studenten zum Wintersemester von einem schon davor miserablen Niveau nochmals deutlich verschlechtert. Dies meldete der Berliner Immobilienentwickler GBI.

Wie schwer es in der heutigen Zeit sein kann, eine bleibende Wohnung zu finden, das spüren dieser Tage vor allem Studenten. Gerade in Großstädten hat sich die davor schon aussichtslose Situation nicht gebessert. Ganz im Gegenteil: In fünf der Top-Sieben-Städte hat sich die Situation weiter zugespitzt. Am schwierigsten haben es Studenten nach wie vor in München.

In der bayrischen Landeshauptstadt müssen Studenten durchschnittlich ca. 490 Euro für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft berappen – und das bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 890 Euro. Gerade einmal zehn Prozent der Hochschüler haben das Glück, einen Platz in einem der günstigeren Wohnheime zu bekommen. Weitere 15 Prozent haben sogar eine eigene Wohnung.

Dies sind jedoch die Ausnahmen. Die meisten der 18.000 neuen Münchner Studenten müssen sich mit den Quälereien des Wohnungsmarktes herumschlagen. Erschwert wird die Lage zusätzlich von den mehr als 21.000 jungen Menschen, die jedes Jahr in die Isarmetropole ziehen. Auch diese brauchen ein Dach über den Kopf.

Hinzu kommt die gerade derzeit durch die niedrigen Hypothekenzinsen hohe allgemeine Nachfrage nach Immobilien. Dadurch ist nicht nur in München die Lage prekär, sondern auch in anderen Städten wie Hamburg oder Frankfurt. Selbst in dem vor einiger Zeit noch günstig geltenden Berlin verschärft sich die Lage zusehends. Aber auch in kleineren Unistädten wie Konstanz, Freiburg und Darmstadt ist die Situation nicht besser.

Stefan Brauckmann, Leiter Research der GBI, analysiert hierzu: „Diese Ergebnisse zeigen, wie stark die allgemeine Steigerung der Immobiliennachfrage die Wohnsituation der Studierenden beeinflusst. Der dadurch entstehende Verdrängungswettbewerb trifft Studierende und andere junge Menschen in der Ausbildungsphase besonders hart.“

(c) Ott Investment AG, 10/2014, „Wohnungsmarkt für Studenten spitzt sich weiter zu

 

Über Rainer Ott

Rainer Ott ist Vorstand der Ott Investment AG in Schlüsselfeld. Als Fachbuchautor ("Mit Immobilien mehr verdienen") machte er sich in den vergangenen Jahren einen Namen. Viele Interviews für namhafte Zeitschriften folgten. Weitere Infos finden Sie hier Rainer Ott
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