17.04.07 11:07 Alter: 5 yrs

Steuerpläne ...

Kategorie: Allgemeine News

Infos anfordern

Steuerpläne der neuen Regierung - Ein "Chaos Kanzler" geht - kommt jetzt eine "Chaos Kanzlerin"? Als hätten wir nicht schon genug leiden müssen und jetzt wird auch noch bekannt gegeben, dass Frau Merkels Streichliste (Sparpläne) drei ...

...  Seiten lang ist. Zudem sollen 8.000 Beamtenstellen wegfallen und Steuerschlupflöcher endgültig gestopft werden. Und als ob das nicht reicht, macht sich Herr Peer Steinbrück an das bundesdeutsche Tafelsilber.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will das deutsche Staatsvermögen im Wert von 54 Milliarden Euro verkaufen um somit wieder die Schuldengrenze des Grundgesetzes einzuhalten. Ob ihm und der großen Koalition das nur gelingen wird?

Die interne Sparliste von Kanzlerin Merkel und ihrer Koalition zeigt, dass auch die Bundesbank einen höheren Gewinnanteil abliefern soll und 8.000 Beamtenstellen gestrichen werden sollen.

Union und SPD erwarten, dass die Neuverschuldung trotzdem nur langsam sinken wird. 2009 muss der Bund immer noch zwanzig Milliarden Euro Kredit aufnehmen.

2007 soll Staatbesitz im Wert von 19 Milliarden Euro verkauft werden. Post- und Telekom-Aktien sowie Immobilien. Steuererhöhungen und Einsparungen sollen ebenfalls nochmal 19 Milliarden Euro einbringen.

2008 und 2009 soll noch mehr Tafelsilber im Wert von 15 Milliarden Euro verkauft werden.

In den nächsten vier Jahren summieren sich die Verkäufe also auf 54 Milliarden Euro.

Die Bundesbank soll verstärkt helfen, die Staatsfinanzen zu sanieren. So will Merkel sich die Rendite aus möglichen Goldverkäufen sichern und erwartet darüber hinaus, dass die Währungshüter jährlich 1,5 Milliarden Euro mehr an Gewinn überweisen.

Bei Beamten haben sich die Innenpolitiker auch auf ein detailliertes Sparpaket geeinigt.

Das Weihnachtsgeld soll halbiert werden!

Die Regierung will aber nicht nur das Weihnachtsgeld halbieren, sonder auch die Zahl der Beamten um zweieinhalb Prozent reduzieren. Dies bedeutet, dass bis 2010 knapp 8.000 Planstellen wegfallen.

Es kommt noch dicker. Eine Reichensteuer soll ebenfalls eingeführt werden. Darauf haben sich Union und SPD geeinigt.

Zwei Tage nach Amtantritt schloss die Regierung erste Steuerschlupflöcher: Reine Steuersparfonds wurden rückwirkend zum 11.11.2005 abgeschafft.

Anleger, die in Medienfonds, Schifffonds, Windkraftfonds investieren, können Verluste aus diesen Beteiligungen nicht mehr gegen Einkünfte aus anderen Quellen verrechnen. Ursprünglich wollte Rot-Grün dieses Gesetz kurz vor dem Regierungswechsel verabschieden. Dank Umweltminister Jürgen Trittin, der dagegen stimmte, bestand die Möglichkeit wenigstens bis zum 11.11.2005 das Jahresendgeschäft zu vermitteln.

Quelle: Kapitalanlagenforum, Gossmann, Ott, Süddeutsche, 25.11.2005