Inflationsgefahr steigt
Die Inflationsgefahr steigt, und zwar dramatisch. Notenbanken wie Fed, Bank of Japan und weitere, kaufen große Mengen Staatspapiere. Die Anleger flüchten unter anderem in Immobilien.
Die Inflationsgefahr steigt. Haben bislang Hypothekenbanken, Investmentbanken und Landesbanken für Schlagzeilen gesorgt, werden es wohl in Zukunft die Notenbanken sein, über die man spricht.
Die Gründe ...
Die Hauptaufgabe der Notenbanken wäre es eigentlich, den Wert des Geldes stabil zu halten. Aber die Prioritäten haben sich geändert.
Ausgelöst unter anderem durch den Lehman-Zusammenbruch, wurden Unsummen in das Bankensystem gepumpt. Notfallprogramme wurden gestrickt, um den Abwärtstrend zu stoppen.
Durch den Aufkauf von Anleihen sollen die Marktzinsen gedrückt werden, damit Bauherren, Verbraucher, Firmen usw. sich Geld zu günstigen Konditionen leihen können und die Wirtschaft somit ankurbeln.
Diese Maßnahmen haben aber eine Schattenseite: "Durch die Aufkäufe haben sich für die Notenbanken die Bilanz-Risiken erhöht", so Nobuyuki Saji, Chefökonom bei Mitsubishi UFJ Securities (Quelle: Die Welt).
Durch die Auswertung der Bilanzstrukturen der Notenbanken hat Saji eine Bilanzaufblähung festgestellt. Die größte dabei bei der amerikanischen Federal Reserve. Das Problem ist, dass diesen Geldmengen kein entsprechendes "Mehr" an Waren oder Dienstleistungen gegenübersteht.
Was dem Anstieg einer Inflation momentan noch im Wege steht, ist die Tatsache, dass wir derzeit eine hohe Arbeitslosigkeit haben, Unternehmen wenig Aufträge und der Sparer sein Geld zurückhält und kaum investiert. Aber diese Situation wird sich bald ändern, wie in öffentlichen Medien bereits gemeldet wurde.
Die Notenbanken wandeln sich immer mehr zu den größten Gläubigern der Staaten.
"Historisch Gebildete fühlen sich an den Ersten Weltkrieg erinnert, als die Reichsbank Anleihen aufkaufen musste, damit Deutschland den Krieg weiter finanzieren konnte. Diese Politik war eine Ursache der Hyperinflation von 1923", so "Die Welt" zu dem Thema.
(c) Ott Investment AG, Dezember 2009
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