Glossar der Ott Investment AG
Schiffsbeteiligung
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Definition:Schiffsbeteiligung oder Schiffsfonds genannt. Hier handelt es sich um einen Geschlossenen Fonds, der das Geld der Kapitalanleger in den Bau oder Kauf von Schiffen investiert.
Kapitalanleger können sich mittlerweile eine Vielzahl von Schiffsbeteiligungen aussuchen.
Meistens wird in Containerschiffe, Öltanker, Flussschiffe investiert.
Schiffsbeteiligung - Merkmale:
- Der Kapitalanleger beteiligt sich in der Regel als Kommanditist an einer GmbH & Co.KG.
Dies kann er direkt oder indirekt tun. Direkt heißt, dass er mit seinem Namen in das Handelsregister eingetragen wird. Indirekt bedeutet, dass er sich über einen Treuhänder beteiligt.
- Die Schiffsbeteiligung ist eine mittel- bis langfristige Kapitalanlage. Die Laufzeit beträgt i.d.R. bis zu 25 Jahre.
- Der Anleger weiß im voraus, in welche Schiffe investiert wird. Das kann ein Schiff sein oder mehrere.
- Ist das benötigte Kapital erreicht, wird der Fonds geschlossen.
- Eine Schiffsbeteiligung ist eine unternehmerische Investition mit Chancen und Risiken.
- Für einen Wiederverkauf der Schiffsbeteiligung gibt es keine Garantie. Zweitmärkte etablieren sich aber zur Zeit.
Schiffsbeteiligung - Steuerliche Grundlagen:
Das steuerliche Ergebnis wird von der Gesellschaft ermittelt. Diese verteilt es auf die einzelnen Kapitalanleger. Die Schiffsbeteiligung erzielt Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Voraussetzung ist, dass die Gesellschaft u.a. das Kostenrisiko trägt.
Durch die Tonnagebesteuerung hat der Anleger steuerliche Vorteile. Die Tonnagesteuer führt zu einem geringeren steuerpflichtigen Gewinn, der mit dem persönlichen Steuersatz des Investors in Ansatz gebracht wird.
Schiffsbeteiligung - Die Anbieter:
Mittlerweile kann der Kapitalanleger auf eine große Anzahl von Schiffsbeteiligungen bzw. Schiffsfonds zurückgreifen. Die wichtigsten Anbieter z.Zt. sind MPC Capital, Dr. Peters, König & Cie., HCI, Lloyd Fonds.
Schiffsbeteiligung - Worauf sollte man achten?
- Schiffsfonds sind nur für Anleger mit einem gewissen Risikodenken geeignet.
- Das investierte Kapital ist über einen längeren Zeitraum gebunden.
- Eine Schiffsbeteiligung sollte im Hinblick auf die Risikostreuung als Beimischung des gesamten Portfolios gedacht sein. Also nicht das gesamte Ersparte in Schiffe investieren.
- Verfügt der Initiator bzw. Anbieter über genügend Erfahrung im Schiffsbereich?
- Verfügt der Anbieter über eine aussagekräftige Leistungsbilanz?
- Besteht ein Prospektprüfungsbericht nach IDW-Richtlinien?
- Ist der Preis marktgerecht? Wurde das Schiff nach dem Bedarf gebaut? Ist die Nachfrage nach dem bestimmten Schiffssegment auch tatsächlich gegeben?
- Wie hoch und realistisch ist die Charterrate kalkuliert? Wie hoch wurde die Anschlusscharterrate kalkuliert?
- Wie wurde die Schiffsbeteiligung finanziert? Mit Euro, US- Dollar, Yen. Letztere Währung beinhaltet ein hohes Währungsrisiko, das sich sehr ungünstig auf die Rendite der Schiffsbeteiligung auswirken kann.
- Wie ist die Bonität des Charterers?
Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Schiffsbeteiligung eine interessante Beimischung für das Gesamtportfolio sein kann.
(c) Ott Investment AG, Schlüsselfeld, Juli 2007
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